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IHK-Berlin: Ludwig-Erhard-Haus

Als berufsständische Körperschaften des öffentlichen Rechts bestehen die 80 deutschen Industrie und Handelskammer (IHK) aus den regionalen Unternehmen und Betrieben, die in das Handelsregister eingetragen sind (so zum Beispiel die IHK-Berlin).

Aufgabe der IHK ist es die regionale Wirtschaft - auf Grundlage des Bundesgesetztes zur vorläufigen Regelfung des Rechts der Industrie- und Handelskammern - zu verwalten.

Jan Eder - Hauptgeschäftsführer.jpg

Hauptgeschäftsführer: Jan Eder (Okt.,2013)

AufbauBearbeiten

Alle drei bis sechs Jahre wird die Vollversammlung von allen Mitgliedsunternehmen mit je einer Stimme gewählt. Diese können dabei ebenfalls je einen Kandidaten aufstellen. Die Unternehmen werden zusätzlich in Wahlgruppen eingeteilt.

Ein entsprechender Ausschuss bestimmt vor jeder Wahl die zukünftige Verteilung der Sitze, welche sie der abgehenden Vollversammlung zur Beschlussfassung vorlegt.

Die Vollversammlung wiederum bestellt den Hauptgeschäftsführer, welcher für die Verwaltungsaufgaben verantwortlich zeichnet. Durch Kooptation (Ergänzungswahl) und mittelbarer Wahl kann die Vollversammlung auch zusätzliche Mitglieder in ihre Reihen wählen.

Im laufenden Jahr tritt die Vollversammlung mehrmals zusammen und verabschiedet die künftigen Arbeitsschwerpunkte, den Finanzhaushalt und grundsätzlichere Angelegenheiten. Teilnehmen dürfen die Mitglieder, der Hauptgeschäftsführer sowie Ehrenmitglieder, welche jedoch kein Stimmrecht besitzen.

GeschäftsbereicheBearbeiten

StandortpolitikBearbeiten

Vertretung des Gesamtinteresses der regionalen Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit, z.B. durch Stellungnahmen zu Gesetzgebungsvorhaben, Einflussnahme auf Planungsprozesse wie etwa Bebauungs- und Flächennutzungspläne, Konjunkturberichterstattung, Veröffentlichung von Wirtschaftsstatistiken

Existenzgründung und Unternehmensförderung Bearbeiten

Existenzgründungsberatung, Nachfolgeberatung, Durchführung von Gründertagen, Pflege von Existenzgründer- und Firmendatenbanken

Aus- & WeiterbildungBearbeiten

Aus- und Weiterbildungsberatung, Durchführung von Weiterbildungen und Prüfungen, Entwicklung von Aus- und Weiterbildungskonzepten

Innovation & UmweltBearbeiten

Innovations- und Fördermittelberatung, Pflege von Technologie- und Recycling- Börsen und Datenbanken

InternationalBearbeiten

Ausstellung von Ursprungszeugnissen und Carnets, Durchführung von Ländertagen, Außenwirtschaftstrainings, Delegationsreisen sowie Messebeteiligungen im Ausland, Geschäftspartnervermittlung

Recht & SteuernBearbeiten

Rechtsauskünfte, Verfolgung von Wettbewerbsverstößen, Bestellung von Sachverständigen, Fü

hren einer Schuldnerliste

StabsbereichBearbeiten

Selbstverwaltung, Personalabteilung, Beitreibung der Mitgliedsbeiträge

BeiträgeBearbeiten

Die Beiträge der IHK setzen sich aus Grundbeitrag und Umlage zusammen. Der Grundbeitrag ist dabei nach Erträgen gestaffelt. Höhere Erträge führen absolut zu höherer, aber prozentual zu geringerer Belastung.

Natürliche Personen und nicht im Handelsregister eingetragene Personengesellschaften zahlen keinen Beitrag, solange deren Ertrag kleiner als 5200 Euro ist. Auch erstmalige Existenzgründer bleiben für zwei Jahre beitragsfrei. Im dritten und vierten Jahr wird nur der Grundbeitrag erhoben, sofern der Ertrag unterhalb der 25.000 Euro-Grenze liegt.


Die Beiträge ihrer Region werden von der Vollversammlung in der Haushalts- bzw. Wirtschaftssatzung festgelegt. Ausschlaggebend ist die Summe aus Grundbeitrag und Hebesatz, die sich je nach IHK unterscheidet.

Unternehmen mit einem Gewinn von 10.000 € zahlen zwischen 1,0% (IHK Frankfurt/Main) und 2,3% (IHK Köln und IHK Schwerin) Beitrag. Unternehmen mit einem Gewinn von 2,8 Mio. Euro zahlen zwischen 0,114 % (IHK Düsseldorf) und 0,646 % (IHK Potsdam).

KritikBearbeiten

Kritik an der IHK geht unter anderem von ihren eigenen Mitgliedern aus. Hauptpunkt ist hierbei, die strenge Bevormundung der deutschen Betriebe durch die Handelskammern, welche als konservativ oder gar erfolgshemmend betrachtet wird.

In den traditionellen und moderneren Medien sind weitere häufige Kritikpunkte die Pflichtmitgliedschaft, die sukzessive Befugnisausweitung der IHK, mangelnde demokratische Verhältnisse innerhalb der Vollversammlung, fehlende Transparenz nach außen, sowie auch der Vorwurf der Vetternwirtschaft.

Prominente IHK-Kritik sind z.B. der ehemalige BDI-Präsidenten Hans-Olaf Henkel, die Initiative ProKMU oder der Bundesverband für freie Kammern (BffK).

WeblinksBearbeiten

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